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Gefügsamer Revolutionär: Franz von Assisi und die Kirche. SWR 2, 4.10.2016

Der Kaufmannssohn Francesco Bernardone gelobte 1207, fortan in Armut und nach dem Wortlaut des Evangeliums zu leben. Beides war der Kirche suspekt, weil es einer Anklage ihrer gar nicht frugalen Sitten gleichkam. Sie bekämpfte Armutsbewegungen und verbot Laien zu predigen. Franziskus jedoch predigte sogar Pflanzen und Tieren – er sah in allen Kreaturen einen Ausdruck Gottes. Dem Vorwurf der Ketzerei entkam er nur, weil er sich der Kirche unterwarf. Der Bruderschaft, die sich um ihn bildete, schrieb er freilich Regeln vor, die dem Vatikan missfielen: Die „Minderen Brüder“ oder Franziskaner sollten eine Gemeinschaft besitzloser Gleicher sein und von eigener Hände Arbeit und vom Betteln leben. Schon das Berühren von Münzen galt Franziskus als Sünde. Kein Wunder, dass der Papst von ihm die Niederschrift einer „entschärften“ Ordensregel verlangte. Dennoch wurde Franziskus zwei Jahre nach seinem Tode heiliggesprochen.

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Fiore di campo. Deutschlandradio Kultur, 1.07.2016

von Lucia Ronchetti und Aureliana Sorrento

Das Leben von Giuseppe Impastato war kurz. 1948 in eine sizilianische Mafia-Familie geboren, wandte er sich schon als Jugendlicher gegen die Cosa Nostra. Er propagierte den Kommunismus, organisierte Bauernproteste, schrieb Gedichte.

1976 gründete er den freien Sender ›Radio Aut‹ und persiflierte dort die Mafiabosse seiner Heimatstadt Cinisi. 1978 wurde er ermordet.

Collage aus Radiomitschnitten, Gedichten und biografischen Szenen über einen mutigen Menschen.

Fiore di campo nasce
dal grembo della terra nera,
fiore di campo cresce
odoroso di fresca rugiada,

fiore di campo muore
sciogliendo sulla terra,
gli umori segreti.

Wiesenblume sprießt
Im Schoß der schwarzen Erde
Wiesenblume wächst
Mit dem Duft frischen Taus
Wiesenblume stirbt
Und dunkle Säfte zerfließen in die Erde
(Giuseppe Impastato)

Textregie: Götz Naleppa
Komposition: Lucia Ronchetti
Mit: Tonio Arango, Stefan Kaminski, Eduardo Mulone
Realisation: Lucia Ronchetti und Aureliana Sorrento
Ton und Technik: Hermann Leppich, Gregorio Karman, Hannes Fritsch und Philip Adelmann
Produktion: Deutschlandradio Kultur/Studio für elektroakustische Musik der Akademie der Künste Berlin 2016

Länge: ca. 49’20

http://www.deutschlandradiokultur.de/ursendung-anti-mafia-radio-fiore-di-campo.1022.de.html?dram:article_id=352455

Rebellion für Recht und Ordnung. Italien und die Fünf-Sterne-Bewegung. Deutschlandfunk, 1.4.2016

Als bei den letzten italienischen Nationalwahlen im Februar 2013 die Fünf-Sterne-Bewegung 25,55 Prozent der Stimmen für das Abgeordnetenhaus errang und somit besser als alle anderen Parteien abschnitt, erwischte das Ergebnis Politiker und Journalisten völlig unvorbereitet. Niemand hatte geglaubt, dass die offiziell erst 2009 gegründete Bewegung ein solches Resultat erzielen könnte. Nicht einmal deren Gründer, der Komiker Beppe Grillo. Seine Schimpftiraden gegen die politische Kaste Italiens, gegen Parteien und Brüsseler Technokraten hatten ihm den Ruf eines Populisten, Antipolitischen und Europaskeptikers eingehandelt. Unbekannte zogen als Fünf-Sterne-Abgeordneten und Senatoren in die italienischen Parlamentskammern. Heftige Polemiken über mangelnde interne Demokratie, Autoritarismus, Ausschlüsse und Austritte von Fraktionsmitgliedern haben die ersten zwei Parlamentsjahre der Neugewählten begleitet. Doch sind viele Italiener davon überzeugt, dass die Fünf-Sterne-Abgeordneten momentan die einzige Opposition gegen die neoliberale Politik der regierenden Großen Koalition darstellen – und die einzige Hoffnung auf ein Land, in dem die Gesetze für alle gelten, die Verwaltung funktioniert, und das nicht von korrupten Seilschafen regiert wird. Denn, so bilderstürmerisch sie sich auch geben, im Parlament sind die sogenannten Grillini vor allem als Verteidiger von Recht und Gesetz aufgefallen, als Kämpfer gegen Korruption und Verschwendung und für Transparenz der Verwaltung.

 

Die Wohnungsfrage. Ein europäisches Kreuz. WDR, 10.02.2016

Ende 2015 haben die Internetportale Immowelt.de und Immonet.de durch eine Auswertung ihrer Mietwohnungsanzeigen herausgefunden, dass in vielen Großstädten Deutschlands etwa die Hälfte der Haushalte Anrecht auf einen Wohnungsberechtigungsschein hat, dass aber die erschwinglichen Wohnungen auf dem Markt nur für einen Bruchteil der Wohnsuchenden ausreichen. Das liegt vor allem am massiven Anstieg der Mietpreise – seit 2010 sind sie in Berlin im Durchschnitt um 45% gestiegen. In der Hauptstadt ist auch die Differenz zwischen tatsächlichen Mieten und der Obergrenze für angemessenen Wohnraum, die von den Sozialämtern akzeptiert wird, am größten. So konkurrieren 55% der Haushalte um 7,3% der Angebote. Wohnungsnot ist also auch in Deutschland ein dringliches Problem geworden.

In anderen europäischen Ländern, in Spanien und Italien etwa, ist die Schere zwischen Durchschnittseinkommen und Mietpreisen seit jeher exorbitant. Der Grund, weshalb viele Haushalte Hypothekenkredite aufnahmen, um eine Eigentumswohnung zu kaufen. Seit Beginn der Finanzkrise, in der Millionen Menschen ihre Arbeit verloren haben, wurden in diesen Ländern mehrere Hunderttausende aus ihren Wohnungen zwangsgeräumt – in Spanien aufgrund von Zwangsvollstreckungen, die der Europäische Gerichtshof für illegal erklärt hat. So sind Bewegungen entstanden, die durch verschiedene Methoden die Wohnungsnot bekämpfen und das Recht auf Wohnen reklamieren – in Rom, Madrid und zuletzt auch in Berlin. Eine Lageerkundung durch drei europäische Hauptstädte.

 

 

 

Der Rückkehrer. SWR2, 11.01.2016

Ziyad Younis kam 1980 zum ersten Mal nach Deutschland. Er war aus dem kurdischen Gebiet des Irak geflohen, wo er als Jugendlicher für die Unabhängigkeit der Kurden gekämpft hatte.

 

 

Arbeitssklaven in Kalabrien. Labor des Wegwerf-Menschen. Deutschlandfunk, 2015

Rosarno ist eine Kleinstadt im Süden Kalabriens, deren Wirtschaft seit jeher auf dem Anbau von Zitrusfrüchten gründet. Einst ein florierendes Städtchen, hat es seit den 70er-Jahren einen stetigen Niedergang erlebt. Denn irgendwann konnten die kalabrischen Orangen der billigen Konkurrenz aus dem Ausland nicht mehr standhalten.

Um zu überleben, haben die Orangenbauern Verträge mit transnationalen Handelsketten, Saft- und Getränkeherstellern wie etwa Coca-Cola geschlossen. Doch diese globalen Akteure diktieren die Preise auf dem Weltmarkt und drücken sie immer weiter nach unten. Die Orangenanbauer Kalabriens konnten nur überleben, indem sie bis heute vom Elend der Flüchtlingsströme aus Afrika und Osteuropa profitieren.

Die Einwanderer werden als Tagelöhner auf den Straßen Rosarnos angeheuert und schuften auf den Orangenplantagen für 20 oder 25 Euro am Tag. Wenn sie überhaupt bezahlt werden, und wenn sie überhaupt Arbeit finden. Vor allem die meist illegal eingereisten Afrikaner sind dem Gutdünken der Bauern ausgeliefert. Für den Soziologen Fabio Mostaccio sind sie der Prototyp des Wegwerf-Arbeiters, den die neoliberale Globalisierung verlangt.

Manuskript

 

 

Im Fadenkreuz. Kalabrien und die Ndrangheta. SWR2, 2014

Als der Priester Giacomo Panizza nach Kalabrien zog, gründete er ein Sozialprojekt für Menschen mit Behinderungen. Er wollte sich für Bürgerrechte und soziale Gerechtigkeit einsetzen. Aber in Kalabrien regiert die ‚Ndrangheta, und die diktiert ihre eigenen Gesetze. Seitdem eine seiner Kooperativen das konfiszierte Haus eines Clans bezogen hat, steht Don Giacomo im Visier der kalabrischen Mafia.

Um sein Leben bangen muss auch der Unternehmer Gaetano Saffioti. Er hat die Bosse angezeigt, die ihn jahrzehntelang erpressten; nun lebt er isoliert, von Kameras und Leibwächtern bewacht. Der Geschäftsmann Bentivoglio hat die Schüsse eines Mordkommandos knapp überlebt, doch er ist wirtschaftlich ruiniert. Aber es regt sich Widerstand, immer mehr Menschen sagen nein zur Herrschaft der ‚Ndrangheta

 

 

Militarisierung für den Wohlstand. Deutschlandfunk, 20.06.2014

Die Kriege der Zukunft werden Kriege in urbanen Ballungsräumen sein, weil bald die Mehrheit der Menschheit in Megastädten leben wird. Es werden „asymmetrische“ Kriege sein, die nicht gegen Heere, sondern gegen Terroristen und Aufständische geführt werden.

Warum sie geführt werden müssen, wird in „Perspektiven für die Europäische Verteidigung 2020“, einem Strategiepapier des Instituts für Sicherheitsstudien der Europäischen Union (EUISS), eingehend erklärt: Sie sollen den Welthandel sichern, von dem der westliche Wohlstand abhängt, und vor allem sollen sie den „Schutz der Reichen dieser Welt vor den Spannungen und Problemen der Armen“ gewährleisten.

Durch Welthandel und Technologie schrumpfe die Welt zu einem globalen Dorf, „das sich allerdings am Rande einer Revolution befindet. Während wir es mit einer immer stärker integrierten Oberschicht zu tun haben, sind wir gleichzeitig mit wachsenden explosiven Spannungen in den ärmsten Unterschichten konfrontiert.“ Auf solche Kriege bereitet sich die Europäische Union seit 1999 vor, als die europäischen Regierungschefs die Gründung einer eigenen Eingreiftruppe beschlossen.

Im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (mit dem Lissabon Vertrag in Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik umbenannt) werden militärische und polizeiliche Zuständigkeiten zunehmend verwischt und Kapazitäten zur Bekämpfung von Aufständen aufgebaut. Offiziell geht es dabei um „asymmetrische“ Einsätze in Ländern außerhalb der Europäischen Union. Aber mit Art. 222 des Lissabon Vertrags hat man auch die rechtliche Voraussetzung für den Einsatz von Militärs und paramilitärischen Einheiten in EU-Krisenstaaten geschaffen.

 

 

Triest –Zwischen habsburgischer Vergangenheit und europäischer Zukunft. SWR2, 2014

Triest, heute die östlichste Stadt Italiens, war bis 1918 Teil der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie. In der Hafenstadt an der Adria lebten im Vielvölkerstaat der Habsburger neben der italienischen Bevölkerungsmehrheit u.a. Slowenen, Kroaten, Deutsche, Armenier, Serben, Griechen und italienische Juden. Ihr ebenso friedliches wie fruchtbares Neben- und Miteinander zerfiel im 19. Jahrhundert in Nationalismen und ethnische Konflikte. Nachdem Triest an Italien gefallen war, wurden die Minderheiten von den Faschisten zwangsitalienisiert. Heute blicken viele Triester nostalgisch auf die glanzvolle k.u.k.-Vergangenheit zurück, wollen sich von Italien lösen und fordern die völkerrechtliche Anerkennung ihrer Stadt als Freies Territorium. So, wie es der Pariser Friedensvertrag von 1947 vorsah.

 

 

Im Schatten heiliger Mauern. SWR2, 2013

Während des Pontifikats Benedikts XVI. wurde die Katholische Kirche von Skandalen überrollt. Durch die Vatileaks-Affäre wurden Intrigen und Korruptionsfälle innerhalb der Kurie publik. In der Vatikanbank IOR, dem so genannten „Institut für religiöse Werke“, wurden sowohl Einkünfte der Mafia wie auch Schmiergelder italienischer Politiker gewaschen.

 

 

Der Fall Abu Omar vor Gericht. Rekonstruktion eines staatlichen Kidnappings. Deutschlandfunk, 2013

Am 17. Februar 2003 wurde Osama Nasr Mostafa Hassan in der Via Guerzoni in Mailand entführt. Der als Abu Omar bekannte Prediger einer Maiuländer Moschee wurde verdächtigt, einem Terroristennetzwerk anzugehören und war deshalb von der Antiterror-Einheit der Mailänder Polizei verfolgt worden. Nachdem der mutmaßliche Terrorist verschwunden war, suchten die Anti-Terror-Polizisten unter der Leitung von zwei Mailänder Staatsanwälten nach dessen Entführern und kamen staatlich verbrieften Tätern auf die Spur. Abu Omar war von Agenten der CIA und der italienischen Militärgeheimdienste verschleppt worden, von der Air Force Base Aviano in Italien zur Air Force Base Ramstein in Deutschland und von dort nach Ägypten geflogen worden. Dort wurde er ägyptischen Behörden zur Vernehmung übergeben und monatelang gefoltert. Es ist der erste Fall von extraordinary rendition – wie die USA diese besondere Methode ihres Krieges gegen den Terror nennen – der der Weltöffentlichkeit in allen Einzelheiten bekannt wurde. Und der einzige, der einen wirklich außerordentlichen Ausgang nahm: das Mailänder Gericht verurteilte 23 CIA-Agenten, den Chef der italienischen Geheimdienste und vier seiner Mitarbeiter zu hohen Haftstrafen.

 

 

Silvio Berlusconi – Seelenfänger Italiens? SWR2, 2013

Er beherrschte zwei Jahrzehnte lang die italienische Politik, war viermal Ministerpräsident und regierte am längsten von allen Premiers der Nachkriegszeit. Viele Italiener sehen ihn als als Selfmademan und erfolgreicher Unternehmer, als „neuer Mann“ mit weißer Weste, und sie lieben ihn dafür. Dabei werfen ihm Kronzeugen vor, Geld der Cosa Nostra gewaschen und mit der Mafia-Organisation paktiert zu haben.

 

 

Allein gegen die Mafia. SWR2, 2013

Cinisi bei Palermo war in den 70er-Jahren eine Hochburg der sizilianischen Mafia. Giuseppe Impastato stammte aus einer Mafiafamilie und engagierte sich politisch gegen die Mafiosi. Am 9. Mai 1978 wurde er von der Mafia ermordet. Heute ist Peppino Impastato eine Ikone der Antimafia-Bewegung.

 

 

Im Namen des Volkes. SWR2, 2012

Immer wieder hat der EU-Menschenrechtsgerichtshof Italien verurteilt, weil Gerichtsverfahren dort zu lange dauern. Andererseits garantiert die italienische Verfassung wie kaum eine andere die Unabhängigkeit der Richter und Staatsanwälte vor politischer Einflussnahme. In Deutschland dagegen ist die Justiz nur scheinbar von der Politik unabhängig.

 

 

Im Fadenkreuz der EU-Retter. Italiens produktivste Zentren in Not. Deutschlandfunk, 2012

Montebelluna, eine Stadt mit 31000 Einwohnern in der Provinz von Treviso, war einst ein Musterbeispiel jenes Entwicklungsmodells, das den Nordosten Italiens zum produktivsten Zentrum des Landes gemacht hat.

Kleine und mittelgroße Handwerksbetriebe, deren hochwertige Produkte sich auch auf dem europäischen Markt durchsetzen konnten, und eine Unternehmenskultur, die auf beinah familiären Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern basierte, sicherten der Stadt Vollbeschäftigung und Wohlstand. 

Die Globalisierung führte auch hier zur Verlagerung der Produktion in Länder mit Niedrigstlöhnen und zur Schließung örtlicher Betriebe. Eine Entwicklung, die durch die von der EU erzwungene Sparpolitik der Regierung Monti verschärft wird. Wie andere Gemeinden auch kann Montebelluna weder überfällige Investitionen in die Infrastruktur tätigen noch die Rechnungen von örtlichen Auftragnehmern begleichen. 

Es ist absehbar, dass dies weitere Unternehmen in den Konkurs treiben und den Wirtschaftskreislauf zum Stillstand bringen wird. Da in Venetien in drei Jahren circa 50 Selbstmorde wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten registriert wurden, hat die dortige Handwerkskammer eine Beratungsstelle zur psychologischen Unterstützung kriselnder Unternehmen eingerichtet.


 

 

Kraftlos und Gespalten: Italiens Linke. SWR3, 2012 

 

Wo bleibt der Körper in der neuen Medienkunst?, DRS2 2011

 

Das „Quirra-Syndrom“. Ermittlungen über einen Nato-Schießplatz auf Sardinien, DLF 2011 

 

Die Schiffe der Gifte, DLF 2010

 

Die Mafia und die Macht. Ein Kronzeuge sagt aus, SWR 2011 

 

Die Geburt Italiens, SWR 2011 

 

Kommt bald ein neuer Kommunismus?, DRS2 2010

 

Charlottengrad. Das neue russische Berlin, DLF 2009 

 

Der Anarchist fiel aus dem Fenster der Kaserne, 1968 in Italien: Arbeiter, Studenten und faschistischer Terror,  DLF 2008 

 

Transformation Text Theater. Dimiter Gotscheff und Heiner Müller, kulturradio rbb 2008

 

Warum ein gut gefügtes Gehirn Verse produziert. DLF 2007 

 

Robert Walser in Berlin, kulturradio rbb 2007 

 

Der Dichter und die Stadt. Auf den Spuren des russischen Dichters Andrej Belyj in Berlin, kulturradio rbb 2006