Geheimdienste und Überwachung

Österreich/ Spionage in Wien. Wie Österreich zum Drehkreuz der Geheimdienste wurde

Ein Verfassungsschützer, der Smartphones hochrangiger Beamter an russische Spione verkauft: kein untypischer Fall. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist Österreich ein Tummelplatz der Geheimdienste – und nicht nur russischer. 

Die geografische Lage zwischen Ost und West, die Neutralität, die Präsenz vieler internationaler Organisationen und Konzerne und nicht zuletzt Österreichs Gesetze boten und bieten Geheimdiensten aller Länder ideale Bedingungen für ihre Aktivitäten.

SWR Wissen 2024

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Zwischen Angst und Achselzucken

Internationale Politik 21

Werden wir künftig alle ausspioniert, überwacht oder gar durch intelligente Maschinen ersetzt? Und, wenn ja: Wie sollen, wie können wir darauf reagieren? Zur Zukunft von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz.

„Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“ lautete der Titel eines Buches, das im Oktober 2018 in Deutschland er- schien und ziemlich hohe Wellen schlug. Shoshana Zuboff, Sozi- alwissenschaftlerin, Ökonomin und emeritierte Harvard-Profes- sorin, nahm darin die Digital- konzerne ins Visier. Wie Google, Facebook, Apple, Microsoft und Amazon private Daten sammeln und nutzen, um das Verhalten der Menschen vorherzusagen und zu manipulieren, wie sie daraus Profit schlagen und das Internet zum Ort totaler Kontrolle ausbauen – all das nannte Zuboff „Überwachungskapitalismus“.


CIA/ Der Fall Abu Omar vor Gericht. Rekonstruktion eines staatlichen Kidnappings

Am 17. Februar 2003 wurde Osama Nasr Mostafa Hassan in der Via Guerzoni in Mailand entführt. Der als Abu Omar bekannte Prediger einer Mailänder Moschee wurde verdächtigt, einem Terroristennetzwerk anzugehören und war deshalb von der Antiterror-Einheit der Mailänder Polizei verfolgt worden. Nachdem der mutmaßliche Terrorist verschwunden war, suchten die Anti-Terror-Polizisten unter der Leitung von zwei Mailänder Staatsanwälten nach dessen Entführern und kamen staatlich verbrieften Tätern auf die Spur. Abu Omar war von Agenten der CIA und der italienischen Militärgeheimdienste verschleppt worden, von der Air Force Base Aviano in Italien zur Air Force Base Ramstein in Deutschland und von dort nach Ägypten geflogen worden. Dort wurde er ägyptischen Behörden zur Vernehmung übergeben und monatelang gefoltert. Es ist der erste Fall von extraordinary rendition – wie die USA diese besondere Methode ihres Krieges gegen den Terror nennen – der der Weltöffentlichkeit in allen Einzelheiten bekannt wurde. Und der einzige, der einen wirklich außerordentlichen Ausgang nahm: das Mailänder Gericht verurteilte 23 CIA-Agenten, den Chef der italienischen Geheimdienste und vier seiner Mitarbeiter zu hohen Haftstrafen.

Deutschlandfunk 2013

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